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Ford Fiesta 1,25l Duratec
Klassischer Kleinwagen seit 34 Jahren
Karosserie/ Innenraum
Mein Testfahrzeug kam mit 5 Türen, was durchaus zu empfehlen ist, da der Einstieg in den Fond deutlich leichter als bei der 3-türigen Variante vonstatten geht und das Design nicht unter den zusätzlichen 2 Türen leidet. Im Gegenteil: Auch beim Fiesta setzte Ford das sogenannte Kinetic Design fort, was zu einer in sich stimmigen und dynamischen äußeren Erscheinung führte. Wem der VW Polo zu bieder ist,wird hier hervorragend mit einem Auto bedient, das seit 1976 in der nunmehr siebten Generation verkauft wird.
Das Innenraumdesign, welches sich am Aussehen eines Handys orientiert, ist sehr modern und spricht daher vor allem jüngere Käufer an. Die Verarbeitung ist solide, jedoch stören die zum Teil billigen Materialien. Der Käufer kann dem aber auf einfache Art und Weise vorbeugen, indem er die Mittelkonsole in einer anderen Farbe wählt, welche sich wohltuend vom restlichen Innenraum absetzt.Während das Platzangebot auf den Vordersitzen noch roßzügig ist, gibt es speziell im Fond aufgrund des flach auslaufenden Dachs Probleme mit der Kopffreiheit großgewachsener Personen. Ansonsten: nichts zu beanstanden.
Fahrwerk/ Fahrverhalten
Der Name Ford verpflichtet. So ist auch der Fiesta eher dynamisch sportlich abgestimmt, was einem jedoch den Wunsch nach mehr Leistung förmlich aufdrängt. So flott wie dieser Kleinwagen um die Kurven wedelt, so zäh agiert der 1,25 l-Motor. Aber dazu später mehr. Trotz der sportlichen Talente wird der Komfort nicht gänzlich vernachlässigt, zu loben sind die kaum vernehmbaren Windgeräusche im Innenraum. Querfugen und Frostaufbrüche werden jedoch vom Fahrwerk deutlich vernehmbar an die Passagiere weitergegeben.
Motor/ Getriebe
Wie bereits beschrieben bietet der Motor nicht die Möglichkeit, das tolle Fahrwerk voll und ganz auszukosten. Für eine vernünftige Fahrweise ist der Motor zwar vollkommen ausreichend, wer jedoch gerne flott fährt, wird hier enttäuscht. Die Schaltung ist zwar etwas hakelig, trotzdem sind die Schaltwege nicht allzu lang, so
dass hier keine Ernüchterung eintritt.
Kosten
Der Fiesta kostet ab 12.300 €, ESP ist hier serienmäßig an Bord. Käufer sollten auf eine Klimaanlage (1.140 €) nicht verzichten. 5 Türen kosten 750 €, sind praktisch, aber kein Muss. Der Verbrauch wird von Ford mit 5,5l Litern auf 100 km angegeben, in der Praxis liegt er bei gut 6 Litern, was dem Fahrwerk und der damit verbundenen sportlichen Fahrweise geschuldet sein dürfte.
Fazit:
Das Fahrwerk hält eindeutig, was das Äußere verspricht: Der Kunde bekommt hier einen dynamischen pfiffigen Kleinwagen, der die praktischen Talente nicht zu kurz kommen lässt. Einzig Käufer, die eine flotte Fahrweise pflegen, sollten einen größeren Motor (zu empfehlen ist die 120 PS-Version) nehmen, damit sie das tolle Fahrwerk ausfahren können.

