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Mazda 6 1,8l MZR
Die Zoom-Zoom Mittelklasse
Karosserie/ Innenraum
Der Mazda 6 beeindruckt in seiner nunmehr zweiten Generation mit fließenden Linien und einem stimmigen Außendesign. Vor kurzem gab es ein Facelift, das den 6er optisch durch leichte Korrekturen an der Front und am Heck an das aktuelle Mazda-Design anpasste. Weiterhin wurde die Sicherheitsausstattung durch diverse Assistenzsysteme, teils aufpreispflichtig, erweitert. Das von mir gefahrene Testfahrzeug kam als Fließheck mit 5 Türen (eine große Heckklappe, bei der die Scheibe mit aufschwingt). Die Kopffreiheit im Fond ist durch die schräg auslaufende Dachlinie leicht eingeschränkt, ansonsten ist das Platzangebot aber zufriedenstellend. Speziell die große Heckklappe erwies sich als sehr praktisch, da auch sperrige Transportstücke gut verstaut werden konnten. Weiterhin ist der Mazda 6 auch als 4-türige Version (Stufenheck) und als Kombi lieferbar.
Fahrwerk/ Fahrverhalten
Das Fahrwerk ist sehr straff ausgelegt, was durchaus Spaß macht, bisweilen aber auch nervt, da der Komfort dadurch relativ stark beeinträchtigt wird. Vor allem auf schlechten Straßen nervt die Federung, die grobe Schläge kaum gefiltert an die Passagiere weitergibt. Das sportliche Fahrverhalten wird hier meines Erachtens durch eine zu harte Federung erkauft. Im Widerspruch dazu steht die synthetische Lenkung, die keine Präzision erlaubt und leider das sportliche Fahrwerk nicht gut ergänzt.
Motor/ Getriebe
Der 1,8 l Vierzylinder mit 120 PS gefällt durch eine gute Leistungsentfaltung und Laufruhe. So beschleunigt er in 11,7 Sekunden auf Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 194 km/h. Durch die spontane Gasannahme und schöne Laufkultur wird der sportliche Anspruch des Mazda 6 unterstrichen, wobei Hochgeschwindigkeitsfanatiker eher zum größeren Motor greifen sollten. Ansonsten ist das Triebwerk für ein Mittelklasseauto vollkommen ausreichend. Einziger Kritikpunkt: Der Fünfgangschaltbox fehlt ein sechster Gang. Vor allem längere Autobahnetappen treiben durch die erhöhte Drehzahl den Verbrauch unnötig in die Höhe.
Kosten
Los geht’s bei 23.190 € für den Fünftürer, die viertürige Version ist 600 € günstiger. Die von mir gefahrene Ausstattungsvariante “Center-Line” kostet 1.500 € Aufpreis, bietet aber neben 16-Zoll-Alufelgen unter anderem auch eine Klimaautomatik und eine Geschwindigkeitsregelanlage. Den Kombi gibt es ab 23.690 €, er liegt damit genau 1.000 € über der viertürigen Version. Den Verbrauch gibt Mazda für den Fünftürer mit 6,5 Litern auf 100 km an, in der Praxis liegt er meist bei knapp über 7 Litern.
Fazit:
Fazit Der Mazda 6 ist ein tolles Auto mit leichten Schwächen wie dem schlechten Fahrwerkskomfort und der ungenauen Lenkung. Ansonsten bekommt der Kunde aber ein ansprechend verpacktes Mittelklasseauto mit schönem Motor, das preislich unter einem vergleichbaren VW Passat liegt. Aus diesen Gründen hat es der Mazda 6 vor allem auf Kunden abgesehen, die ein gutes Auto fahren wollen, denen ein VW Passat aber trotzdem zu bieder ist

