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Seat Ibiza “Good Stuff\" 1,4 l
Polo auf Spanisch
Karosserie/ Innenraum
Seit März 2010 ist der Seat Ibiza als Sondermodell “Good Stuff” erhältlich, die dadurch serienmäßigen getönten Scheiben und Leichtmetallfelgen verpassen dem ohnehin schon sportlichen Ibiza-Design einen zusätzlichen Schuss Dynamik. So kommt der Seat Ibiza für einen Kleinwagen außergewöhnlich flott daher. Mein Testfahrzeug stand als Ibiza SC, der dreitürigen Variante, zur Verfügung. Die betont coupéhafte Linie dieser Karosserieversion sieht zwar gut aus, raubt Fondpassagieren aber eine gehörige Portion Kopffreiheit, sodass größere Mitfahrer eher auf den Vordersitzen Platz nehmen sollten, zumal der Einstieg in die zweite Reihe nur mit reichlich Verrenkungen zu bewältigen ist. Das Cockpit erfreut mit modernem Design und schönen Armaturen in tiefen Röhren, die Materialauswahl ist zufriedenstellend, ebenso die Verarbeitung. Weiterhin ist der Ibiza in einer fünftürigen Variante lieferbar, die das Einsteigen erheblich erleichtert und somit für Familien eher geeignet ist. Demnächst wird der Ibiza auch in einer Kombiversion ST lieferbar sein.
Fahrwerk/ Fahrverhalten
Deutlich straffer abgestimmt als ein VW Polo auf gleicher Basis, durchfährt der Ibiza SC auch schnelle Kurven souverän und ohne Wankbewegungen, leider ist die Lenkung nicht immer ganz präzise und vermittelt ein eher synthetisches Lenkgefühl. Glücklicherweise blieb der Komfort trotz der straffen Abstimmung nicht gänzlich auf der Strecke, an das Niveau des Polo reicht er jedoch nicht heran. So versprüht der Ibiza eher das Image des feurigen Spaniers (mit VW-Technik).
Motor/ Getriebe
Der 1,4 l-Ottomotor mit 85 PS hat mit dem relativ geringen Gewicht des Dreitürers leichtes Spiel, glänzt durch spontane Gasannahme und eine angenehme Laufkultur. Leider ist der Motor immer deutlich vernehmbar, ein Polo ist hier aufwendiger gedämmt. Dies kann man dem Ibiza jedoch verzeihen, da durch den recht kernigen Sound der sportliche Anspruch der Marke unterstrichen wird.
Kosten
Der Ibiza kostet als Sondermodell “Good Stuff”, das an den 85 PS-Benziner gekoppelt ist, mindestens 15.340 €. Im Preis enthalten sind aber bereits Leichtmetallräder, Navi, Tempomat, getönte Scheiben, Bluetooth und USB-Anschluss sowie eine Einparkhilfe. Somit lässt das Sondermodell an Grundausstattung keine Wünsche offen. Der Fünftürer kostet beim Sondermodell 900 € Aufpreis. Hier muss der Käufer selbst überlegen, ob für die individuellen Bedürfnisse fünf Türen gebraucht werden, oder ob der engere Dreitürer ausreicht. Den Verbrauch gibt Seat mit 5,9 Litern auf 100 km für beide Karosserievarianten an, in der Praxis lag er bei mir, auch aufgrund der zügigen Fahrweise, bei knapp 7 Litern.
Fazit:
Das Sondermodell “Good Stuff” ist aufgrund des niedrigen Grundpreises und der sehr guten Ausstattung eine Kaufempfehlung wert. Abgesehen davon bekommt der Kunde beim Ibiza SC ein schönes, dynamisches Auto, das die sportliche Konzernalternative zum VW Polo darstellt. Der 85 PS-Benziner genügt den Ansprüchen des Alltags vollkommen, für sportliche Fahrer darf es aufgrund des tollen Fahrwerks aber ruhig ein größerer Motor sein.

